Belgiens Schienengüterverkehrsbetreiber unterstützen den Aufruf zu einem nationalen Mobilitätspakt 2019

03 Mai 2019

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Das Belgian Rail Freight Forum unterstützt den Aufruf nach einem nationalen Mobilitätspakt, den heute Greenpeace, Trein Tram Bus, Bond Beter Leefmilieu und Inter-Environnement Wallonie gemeinsam auf den Weg gebracht haben. In ihrem Aufruf fordern die NGOs die kommende Regierung dazu auf, der Mobilität Priorität einzuräumen, den Schienenverkehr (Personen- und Gütertransport) zum Rückgrat des zukünftigen Beförderungsmodells zu machen und eine echte Mobilitätspolitik zugunsten einer modalen Verlagerung von der Straße auf die Schiene zu realisieren.

Wir Schienenverkehrsbetreiber unterstützen einstimmig diesen Pakt“, sagt Paul Hegge, Vertreter des Belgien Rail Freight Forum. “Der Beförderungssektor wird bis 2030 um 30% wachsen, so dass unser Festhalten am Straßentransport in ökologischer Hinsicht zunehmend untragbar wird. Unsere Regierung muss einen intelligenten Transportmix anregen, dessen Rückgrat der Schienenverkehr bildet. Die belgischen Schienenverkehrsbetreiber sind in der Lage, die Schienentransportvolumen bis 2030 zu verdoppeln.“

Was sollte geschehen, um Schienentransport zu fördern

Der Aufruf zu einem nationalen Mobilitätspakt verlangt von unserer Regierung, Infrabel eine neue Mission zu übertragen. Teil dieser Mission muss sein, die Anzahl der in seinem Netzwerk beförderten Personen und Gütern zu maximieren und gleichzeitig in Bezug auf Frachtgüter sicherzustellen, dass das Führen eines Zuges sich so einfach wie das Fahren eines LKW gestaltet. Dazu müssen Maßnahmen eingeleitet werden, das nationale Schienennetz noch besser in das harmonisierte gesamteuropäische Schienennetz zu integrieren und eine Senkung der Trassenkosten vorzunehmen.

Zuzüglich zu diesen Forderungen ruft das Belgian Rail Freight Forum die belgische Regierung dazu auf, Transportunternehmen zu fördern, die auf umweltfreundliche Beförderungsmittel wie Schiene setzen. Zwar ist die Wettbewersfähigkeit des Schienentransports unstrittig, aber der Umschlag auf und von der Schiene macht ihn teurer. Würde die Regierung Unternehmen teilweise die Umschlagskosten erstatten, wäre dies ein wichtiger Schritt bei der Verlagerung von der Straße zur Schiene.

Begrenzte Investition, große Wirkung

Die zukünftige Regierung kann diese Maßnahmen ohne größere Investitionen einleiten. Die Verdopplung des Schienentransportvolumens würde zusätzliche CO2-Emissionen von 1,5 Mio. Tonnen, 2000 Tonnen an Feinstaub sowie einen kollektiven Stillstand bis 2030 vermeiden. Die Schieneninfrastruktur ist bereits vorhanden”, so Paul Hegge, “es ist vor allem eine Frage der richtigen Vergabe und der effizienten Nutzung verfügbarer Mittel. Wir können es schaffen. Und wir können es relativ schnell, günstig und zum allseitigen Nutzen schaffen.

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